Achtung: Termine mussten wegen des Corona-Virus geändert werden!
kurs 5-15
Weibliche Archetypen und Bindung
Arbeit mit weiblichen Archetypen in der kunsttherapeutischen Praxis vor dem Hintergrund der Bindungsthematik
Inhalt
Archetypen sind kulturell tief -und oftmals unbewusst- im seelischen Empfinden verankert (C.G.Jung und E.Neumann) und stellen ein inneres, sinngebendes Bezugssystem dar.
Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf dem Aspekt weiblicher Archetypen, ihrer spezifischen Bindungsthematik und dem entsprechenden Wirkprinzip. Eine Auswahl von weiblichen Archetypen wird vorgestellt und unter dem spezifischen Aspekt ihrer Bindungsqualität wird ihr Potential und ihr Wirken erforscht. Als kollektiv wirkende Kräfte, die das Unterbewusste mit beeinflussen, können Archetypen auch als universelle Ressourcen verstanden und genutzt werden.
Ein weiterer Bestandteil des Seminars ist die Zugangsweise im therapeutischen Kontext und wie der Kontakt mit dieser Dimension gefördert werden kann, so dass eine nährende und stützende Haltung im Sinne der Salutogenese entwickelt wird - sowohl für die Klientel als auch für die Therapeutin/Beraterin.

Das Seminar ist tiefenpsychologisch ausgerichtet. Mittels Imaginationen, kontemplativer Erforschung und dem gestalterischen Prozess werden verschiedene weibliche Archetypen beleuchtet und u.a. auf dem Bezugssystem der Bindungstheorie (u.a. Bowlby, Brisch) erforscht. Die Methodik zur Archetypen-Arbeit wird im Laufe des Seminars vermittelt.

Literaturempfehlung: "Die Göttin in jeder Frau" Jean Shinoda Bolen.
Umfang
1 Seminar (20 UE)

Termine
28.02. und 01.03.2020
(Fr + Sa 10–18 h, So 10–13 h)

Gebühr
325 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-25
Kunsttherapie in der Begleitung von Menschen in Migrationsprozessen
Inhalt
Auf der Grundlage des Phasenmodells nach Sluzki kann der Migrationsprozess als fortgesetzter innerer Balanceakt zwischen der Notwendigkeit zur Bewahrung identitätsstiftender Elemente der Herkunftskultur und der Anforderung zur Aneignung kultureller Eigenheiten des Aufnahmelandes verstanden werden. Ungünstige äußere Bedingungen wie aufenthaltsrechtliche Unsicherheit, Verlust haltgebender sozialer Strukturen und emotionaler Bindungen, "Kulturschock", Trauer und hoher Anpassungsdruck können die individuellen Bewältigungsressourcen überfordern. Ängste und Ohnmachtsgefühle, psychosomatische Erkrankungen oder depressive Störungen beeinträchtigen die Fähigkeit zur aktiven Alltagsgestaltung und damit die Chance, sich in der fremden Kultur neu zu beheimaten. In der psychosozialen Versorgung von Menschen in Migrationsprozessen werden seit langem auch kunsttherapeutische Methoden eingesetzt. In dieser Fortbildung werden grundlegende Zugangsdimensionen zu anderen Lebenswelten vermittelt. Um "das Eigene" und "das Fremde" miteinander in Kontakt und Austausch zu bringen, wird ein kunsttherapeutisches Methodeninventar mit speziell entwickelten Übungen für den Einsatz im interkulturellen Kontext vorgestellt und erprobt.

Aktuelle Modelle der Migrations- und Identitätsforschung (u. a. Verlaufsmodell des Migrationsprozesses nach Sluzki, Modelle der individuellen/kulturellen Identität nach Erickson, Hall und Keupp, Modelle der Kulturdimensionen nach Hall und Hofstede, Resilienzkonzept nach Emmy Werner) werden vorgestellt. Erfahrungsorientiert werden stabilisierende, ressourcenfördernde kunsttherapeutische Übungen vermittelt, die verschiedene Zeitkonzepte und Darstellungstraditionen berücksichtigen. Ebenso wird auf den Umgang mit Herausforderungen und Selbstfürsorge im Praxisfeld der interkulturellen Kunsttherapie sowie auf die besondere Bedeutung einer kultursensitiven Haltung eingegangen.
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
20.03.–21.03.2020 und 08.05.–09.05.2020
(Fr–Sa 10–18 h)

Gebühr
500 €

Leitung
Ingvild Scheele-Kolesch

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-35
Innere-Kind-Arbeit im kunsttherapeutischen Setting
Inhalt
Es gibt vielfältige Gründe, weshalb der Kontakt zu den inneren Bedürfnissen und Emotionen abbrechen kann. In den entsprechenden Lebenssituationen sind es jedoch immer notwendige erlernte Schutz- oder Überlebensstrategien. Oftmals dominiert dann eine kognitiv geprägte Haltung die Bedürfnisse und Emotionen. Übermäßige Kontrolle, Verlustangst und Kontrollverlust, auch die gänzliche Abwesenheit von Gefühlen oder die Kompensation durch eine Suchterkrankung sind die Folge.
Mittels einer ressourcenorientierten Haltung und verschiedenen Stationen der "Inneren-Kind-Arbeit" werden in diesem Seminar Schritte aufgezeigt, wie im kunsttherapeutischen Setting der Kontakt zu den basalen Emotionen und Bedürfnissen wieder hergestellt werden kann. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Durchführung imaginativer und kunsttherapeutischer Übungen. Ein Bezug zu den frühen Entwicklungsphasen, psychosomatischen Erkrankungen (wie z.B. Suchterkrankungen) und dem Einsatz in diesem Bereich wird dargestellt.

Literaturempfehlung:
Bradshaw, John: Das Kind in uns. Knaur MensSana, München 2000.
Herbold, W. u. Sachsse. U.: Das so genannte Innere Kind. Schattauer, Stuttgart 2007-2012
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
19.06.–20.06.2020 + 24.07.–25.07.2020
(Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-45
Kunsttherapie bei Essstörungen
Inhalt
Zum Krankheitsverlauf von Essstörungen gehört der Rückzug von der Außenwelt. Infolgedessen entwickeln Betroffene häufig eine verzerrte Selbstwahrnehmung in Beziehung zu ihrem Umfeld und ein gestörtes Selbstbild. Gerade hier bietet der kunsttherapeutische Ansatz eine gute Möglichkeit der Auseinandersetzung. Das Ausdrücken, das Nach-Außen- Bringen und die Möglichkeit, dem Gestalteten hinterher als Gegenüber zu begegnen, bietet die elementare Erfahrung, mit den eigenen emotionalen Anteilen in Kontakt zu kommen. Innen- und Außenwelt können neu erlebt und unter dem Aspekt von Ressourcenorientierung umgestaltet werden. Ein grundlegender Überblick über die Dynamik der verschiedenen Essstörungen wird vermittelt, und anhand von praxisnahen Beispielen und geeigneter kunsttherapeutischer Methodik erfahrbar (Seminar 1).
Die Arbeit mit der Methode der Körperbildarbeit bietet eine konkrete sinnen- und realitätsbezogene Auseinandersetzung -auch im Sinne des Nachreifens- mit dem im Inneren wahrgenommenen Körperempfinden, dem Körperabbild im Gegenüber und dem schrittweisen Aneignen eines neuen, heilsamen Körperbildes. Diese Arbeit wird der wesentliche Bestandteil des 2. Seminars sein. Ziel dieser Fortbildung ist es, anhand von kunsttherapeutischen Medien und Übungen einen praktischen und theoretischen Überblick über verschiedene Therapiephasen, die Problematik und Interventionen in der Arbeit mit Essstörungen zu erlangen.
Umfang
2 Seminare (16 UE und 12 UE, insges. 28 UE)

Termine
28.08.–29.08.2020, Fr–Sa 10–18 h
09.10.–10.10.2020, Fr 18–21 h, Sa 10–18 h

Gebühr
455 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-55
Schöpferische Spurensuche: Kreative Neuausrichtung mit 60
KT-Konzept für einen aktiven Wechsel von der Arbeitswelt in die nächste Lebensphase
Inhalt
Das Ende der eigenen Arbeitsphase deutet sich durch unterschiedliche Erfahrungen an: möglicherweise steht das 60. Lebensjahr vor der Türe; körperliche Veränderungen stellen sich ein; besondere Lebensereignisse - andere Bedürfnisse - neue Themen rücken ins eigene Blickfeld; der Umgang mit und die Wahrnehmung von Zeit verändern sich ... um hier nur einige Aspekte zu nennen, mit der sich der bevorstehende Lebensabschnitt ankündigen kann.
Diese neue Phase wird oftmals von zwei gegensätzlichen Erwartungen begleitet. Zum Einen erscheint die bevorstehende arbeitsfreie Zeit als neue Freiheit mit unendlich vielen Möglichkeiten. Auf der Schattenseite kann möglicherweise auch ein Gefühl von Überforderung wahrgenommen werden. Dieses beinhaltet die Suche nach dem ureigenen inneren Impuls, der darauf wartet, ins Leben gebracht zu werden. Und es ist die Frage, wie dieser große Freiraum sinnvoll gestaltet werden kann. Erschwerend kann für viele auch sein, dass die gewohnten Strukturen und Rollenmuster wegfallen, wie z.B. die vertrauten Rituale und Kontakte der Arbeitswelt und der Verlust von Identität über den Beruf.

In diesem Seminar wird ein kunsttherapeutisches 6-Schritte-Konzept für diese wichtige Schnittstelle im Leben vorgestellt, welches im Rahmen der Fortbildung in Teilen erprobt wird. Die Interventionen zielen ab auf Neugier und Interesse an Selbsterforschung, auf Handlung und Ausdruck und auf die Bereitschaft zu Engagement. Die Erkenntnisse stellen ein Handwerkszeug bereit für das eigene Klientel und können gleichfalls einen Einfluss auf das eigene Arbeitsfeld haben.

Zielgruppe:
Mitarbeiter*innen in psychosomatischen und Reha-Kliniken, selbständige Psycho-Therapeut*innen/ Berater*innen

Literaturempfehlung u. a.:
J. Cameron: "Es ist nie zu spät neu anzufangen. Der Weg des Künstlers ab 60."
Umfang
2 Seminare an 2 Wochenenden (24 UE)

Termine
11.09.–12.09.2020 + 06.11.–07.11.2020
(Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-65
Kunsttherapeutische Beziehungsarbeit
mit Elementen aus dem LOM®
Inhalt
Im Ausdrucksmalen und dem Begleiteten Malen gibt es den Begriff des metaphorischen Blickes, mit dem die Kunsttherapeut*innen die Malenden an der Malwand begleiten. Es werden nicht illustrative oder symbolische Bilder gemalt, sondern die Malenden gehen quasi "ins Bild hinein", finden das Bild und seine Geschichte durch den Prozess des Malens. Ein auf diese Weise gemaltes Porträt, verrät dabei viel über das Alter und die Zeit, aus der es kommt.
Anhand der Bearbeitung eines eigenen Beziehungsthemas lernen die Teilnehmenden an zwei Wochenenden ganz praktisch die Möglichkeiten kennen, die das Begleitete Malen für diesen bedeutsamen Aspekt therapeutischer Arbeit bietet, ohne dass besondere künstlerische Fähigkeiten dafür notwendig sind.
Hinzu kommt, dass die Teilnehmer*innen Wege der Beziehungsklärung aus dem Lösungsorientierten Malen (LOM®) kennenlernen. Das LOM® bietet die Möglichkeit, die Beziehung zur gemalten Person weiterführend zu klären durch Rückgaben, Würdigung und Annahme dessen was ist.
Reflexion der eigenen Prozesse in der Gruppe sowie theoretische Bezüge zur Personenzentrierten Maltherapie (früher: Begleitetes Malen) sowie der  Lösungsorientierten Maltherapie vertiefen die Arbeit.

Literatur:
Bettina Egger, Urs Hartmann (2017): Personenorientierte Maltherapie: Wie der Malprozess Gedanken und Gefühle klären kann
Bettina Egger, Jörg Merz (2013): Lösungsorientierte Maltherapie: Wie Bilder Emotionen steuern
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
25.09.–26.09.2020 + 30.10.–31.10.2020
(Fr 17–20 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Barbara Daiber

Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse
Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs n/a Dieses Seminar werden wir 2021 wieder anbieten.
Kunsttherapie in der Begleitung von Trauerprozessen
(incl. Trostholz-Arbeit)
Inhalt
Trauer ist eine ganz normale Reaktion der Bewältigung nach einer erlebte schweren Erschütterung bzw. einem Verlust im Leben. Trauergeschehen kann sehr komplex sein und verschiedenen Dimensionen des Lebens gleichzeitig betreffen: die leibliche, die soziale und/oder die seelische Ebene. Und nicht bewältigte, unterdrückte Trauer kann verhindern, wieder in vollen Zügen am Leben teilzunehmen.
In der kunsttherapeutischen Begleitung von Menschen mit Trauererleben geht es darum, die Gefühle und Reaktionen erlebbar werden zu lassen, einen wertschätzenden Umgang mit dem Erlebten zu finden und letztendlich auch um die Frage, wie das Erlebte sinnstiftend in das eigene weitere Leben integriert werden kann.
Inhalte dieser Fortbildung sind: Modelle aus der Trauerbegleitung, KT in der Hospiz-Arbeit, Abschied und Trauern als bewusste Aufgabe, Abschied und Tod als Übergangsprozess, kunsttherapeutische Übungen auf dem Hintergrund einer ressourcenorientierten Grundhaltung, Selbstfürsorge für Therapeut*innen.
(Leitung: Ulrike Grosse)

An einem weiteren Tag wird die Methode der
Trost-Holz-Arbeit
anwendungsbezogen vorgestellt:
Die Idee, Stelen oder Bretter für rituelle und heilende Zwecke zu gestalten, ist uralt und in vielen Kulturen zu finden, wie beispielsweise die Totemfiguren in der afrikanischen und indianischen Tradition oder auch die Toten-Bretter aus dem süddeutschen Raum. Daraus entstanden sind in neuerer Zeit die sog. Seelenbretter (von B. Tolak), die mittlerweile im Rahmen der Hospiz-Arbeit und Trauerbegleitung einen Platz gefunden haben.
Das Trost-Holz knüpft an diese Tradition an. Die Herstellung bzw. Gestaltung dient der eigenen Situationsbewältigung und im Sinne einer aktiven Trauerbewältigung fließen Gefühle, Hoffnungen, Wünsche in die Gestaltung ein. Es kann aber auch Erinnerung und Gedenktafel für die Verstorbenen sein, ein Mittler zwischen Leben und Tod.
Für die Gestaltung eines eigenen Trost-Holzes sind die Teilnehmenden eingeladen, ein Bild/Foto oder einen Gegenstand mitzubringen, das/ der eine persönliche Bedeutung hat in Bezug auf Abschied nehmen, Verlust oder Trauer. Inhalte des Seminars: kulturhistorischer Hintergrund, theoretische und praktische Grundlagen, Materialkunde und die Anwendungsmöglichkeiten im Kontext des persönlichen Arbeitsfeldes. (Leitung: Christiane Meinfelder-Bender)
Umfang
1 Seminar (24 UE)

Termin Wiederholung im nächsten Jahr
n/a

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse und Christiane Meinfelder-Bender

Seminarzeiten
Fr–So jeweils 10–18 h

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld
b i k - Bielefelder Institut für Kunsttherapie